Rückblick 2024


2. Advent in Liebstedt

Das Liebstedter Adventskonzert am 2. Advent war geprägt von einer besinnlichen Atmosphäre und fand als Teil des offenen Adventskalenders auf dem Liebstedter Saal statt.

Die musikalischen Beiträge der Lindenberger und  Vielharmoniker erfüllten den Raum mit festlichen Klängen und stimmten auf den Nachmittag ein. Paul Stadelmann begleitete die Gemeindelieder, bei denen kräftig mitgesungen werden konnte.

Zwischen den Liedern gab es kurze Gedichte und Geschichten, die zum Nachdenken anregten, um sich auf die Adventszeit zu besinnen.

Im Anschluss folgte ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und köstlichem Kuchen.


Ein herzliches Dankeschön gilt allen Musikern und Vortragenden, die mit ihren
Beiträgen die Feier bereichert haben. Großer Dank geht auch an die Helferinnen und
Helfer, die mit Kaffee, Kuchen, Broten und Organisation für einen reibungslosen Ablauf
sorgten.
Nicht zuletzt danken wir allen Gästen, die durch ihre Anwesenheit und Gesprächen zur adventlichen Gemeinschaft beigetragen haben.


Konzert der Johanniskantorei

Am 3. Advent fand das traditionelle Adventskonzert
der Johanniskantore Niederroßla in der gut gefüllten Heilig-Kreuz-Kirche statt. Die Besucher erlebten eine abwechslungsreiche Stunde
mit Orgelmusik, Gesang und Texten. Die zwölf Sängerinnen interpretierten die bis zu vierstimmigen Gesangsstücke
unter der Leitung von Romeo Wecks mit viel Liebe unter dem Thema „Erde singe Gloria!“. Höhepunkt des Konzerts
war das Ave Maria, gespielt von Cello (Younghee Lim) und Klavier (Romeo Wecks), das
sich in berührender Weise zu einer Hirtenmusik an der Krippe entwickelte. Das ganze Konzert war wie ein handgewebter Teppich auf dem sich das Wunder der Weihnacht entfaltet. Die einzelnen Stimmen verwebten sich bei allen Liedern zu einem Klangteppich, ohne dass eine Stimme die anderen dominierte.


Erntedank

Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und gedeihen steht in des Himmels Hand!

 

Diese Liedzeile macht deutlich, dass gerade in Zeiten des spürbaren Klimawandels, alle menschlichen Bemühungen letztlich vom Wetter abhängig sind. Im Kirchengemeindeverbund Oßmannstedt/Ulrichshalben hatte man allen Grund dankbar zu sein, was die Gaben auf dem festlich geschmückten Altar und daneben bewiesen. Zur Freude der Pfarrerin Christin Drexel, erstrahlte die Sonne vom Himmel und bestätigte das Motto der Predigt „You ar the sunschine of my life“. Das dies auch weltweit gilt, machte der Gemeindechor mit dem Westafrikanischem Children Song „Banuwa“ deutlich. Für den Täufling Hannes hatte der Chor noch ein besonderes Lied „Das wünsch ich Dir“ einstudiert. Zum Agapenmahl wurden Brot und Weintrauben, gereicht und mit Gebeten, Liedern und Segen ging ein schöner Ernstdankfestgottesdienst zu Ende.

 

 Johannes Cämmerer  



Sommerkonzert

Was für ein wunderbarer Nachmittag liegt hinter uns! Die Sankt Laurentius Kirche hat 29. Juli mit Leben und Musik erfüllt geklungen – von den warmen Tönen der Lautengilde Jena bis zu den einfühlsamen Klängen der Liebstedter Vielharmoniker.

Besonders schön war es zu erleben, wie die unterschiedlichen Musikstile – von der russischen Volksweise "Katjuscha" über den schwungvollen "Maple Leaf Rag" bis hin zu den gefühlvollen Klängen von "Es löscht das Meer" – das Publikum in ihren Bann gezogen haben.

Der Applaus und die Begeisterung des Publikums haben gezeigt, wie sehr die unterschiedlichen musikalischen Charaktere der beiden Esembles geschätzt wurden. Im Anschluss an das Konzert wurde der musikalische Genuss durch kulinarische Freuden ergänzt: Bei leckerem selbstgebackenem Kuchen und frischem Kaffee kamen Musiker und Publikum ins Gespräch, tauschten sich über die Musik aus und ließen den schönen Nachmittag gemütlich ausklingen. Diese entspannte Atmosphäre rundete das Konzerterlebnis perfekt ab.


Gemeindefahrt

Was für ein Tag! Die Gemeindefahrt nach Mühlhausen hat uns alle begeistert – auch wenn wir am Ende ziemlich geschafft waren bei all dem, was wir erlebt haben.

Schon der Rundgang durch die wunderschöne Altstadt war ein Erlebnis für sich. So viele verwinkelte Gassen, historische Gebäude und interessante Details – man wusste gar nicht, wo man zuerst hinschauen sollte. Die Zeit verging wie im Flug, und wir hätten noch stundenlang durch die Straßen wandeln können.

Das gemeinsame Mittagessen war dann eine willkommene Stärkung und Gelegenheit, die ersten Eindrücke zu teilen. Alle waren begeistert von der Atmosphäre und dem guten Essen – genau das Richtige für eine solche Unternehmung.

Der Besuch der Landesausstellung „Freiheyt 1525 – 500 Jahre Bauernkrieg" war dann der absolute Höhepunkt, auch wenn es eine Menge zu durchdringen gab. In der ehemaligen Klosterkirche St. Crucis, die heute als Bauernkriegsmuseum fungiert, erwartete uns eine beeindruckende Kombination aus sakraler Architektur und historischer Aufarbeitung.

Die Ausstellung selbst bot dann eine Fülle von Informationen über die bewegten Jahre 1524/25 – so viele Geschichten, Dokumente und Zusammenhänge, dass man eigentlich mehrere Besuche bräuchte, um alles richtig zu würdigen. Besonders faszinierend war zu entdecken, wie aktuell die damaligen Fragen nach Gerechtigkeit und gesellschaftlichem Wandel noch heute sind.

Als wir gegen 17 Uhr wieder aufbrachen, waren wir alle angenehm erschöpft von den vielen Eindrücken – aber auch dankbar für diesen intensiven und bereichernden Tag miteinander.


Gospelkonzert

Am 22. Juni durften wir in der Peterskirche in Oßmannstedt ein wunderbar beschwingtes Konzert des Gospelchors "Heaven's Garden" unter der Leitung von Karlson Wagner erleben. Sie nahmen uns mit auf eine besondere musikalische Reise, die unsere Seelen berührte und unsere Herzen höher schlagen ließ.

Besonders gefreut haben wir uns über die gemeinsamen Lieder mit dem Chor von Oßmannstedt unter der Leitung von Charlotte Falkenhagen - eine wunderbare Verbindung, die zeigte, wie Gospel Menschen und Gemeinden zusammenführt.

Es war schön zu erleben, wie sich die Besucher von diesen mitreißenden Rhythmen und der unverwechselbaren Botschaft haben tragen lassen. Gospel - das bedeutet "frohe Botschaft" - ist weit mehr als nur Musik. Es ist Hoffnung, die in dunklen Stunden leuchtet. Es ist Glaube, der Berge versetzen kann. Es ist pure Lebensfreude, die aus jeder Note spricht und jeden Rhythmus durchpulst. Gospel gibt uns einen Raum, unsere Gefühle zu verarbeiten - sei es Trauer, die getröstet werden will, oder Freude, die hinausgerufen werden muss in die Welt.

 



Gnadene Konfirmation

Die ehemaligen Konfirmanden aus Oßmannstedt und Ulrichshalben konnten nach 70 Jahren die sog. Gnadenkonfirmation feiern. Dies ist ein seltenes und meines Wissens auch noch nie dagewesenen Ereignis. Peter Schulz hatte alle noch lebenden Jubilare – soweit bekannt – eingeladen und sie sind auch aus nah und fern in großer Zahl gekommen. Fast der gesamte Schuljahrgang ist damals zur Konfirmation gegangen, was heute kaum noch denkbar ist, wie Pfarrerin Christin Drexel u.a. zur Begrüßung feststellte. Das Besondere an diesem Jahrgang ist, dass man untereinander über Jahrzehnte hinweg in Kontakt geblieben ist, und sich immer wieder getroffen hat, Der feierliche Jubiläumsgottesdienst wurde mit Glockengeläut, Orgelklang und dem Posaunenchor aus Schöten eröffnet. Nach der Begrüßung und Gebet mit Psalm 103 erinnerte die Pfarrerin namentlich an die bereits verstorbenen Konfirmanden. Die Enkelin von Peter Schulz stellte für jeden. ein brennendes Teelicht zur Erinnerung auf dem Taufstein ab. Die Predigt endete mit dem Lied „Bis hierher hat mich Gott gebracht“, was die Jubilare dann zur Segnung vor dem Altar auch umsetzten und danach beim gemeinsamen Abendmahl erneut bestätigten. Ein schöner Gottesdienst endete mit dem Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ und dem Segen der Pfarrerin. Anschließend traf man sich im schönen Wiesengrund des Pfarrgartens zum gemeinsamen Essen und vielen Gesprächen. Gestärkt an Leib und Seele ging ein schöner Tag zu Ende.

 

(Johannes Cämmerer)


Lesung Denkmaltag

Am Sonntag, den 8. September fand um 17.00 Uhr in der Peterskirche in Oßmannstedt die schon traditionelle Wielandlesung mit Herrn Prof. Reemtsma statt. In diesem Jahr mit der Besonderheit, dass dieses Mal ein anderer Autor zu Wort kam: Arno Schmidt dessen Rundfunkdialog "Wieland oder die Prosaformen" aus dem Jahre 1957 einen entscheidenden Beitrag zur Wiederentdeckung Wielands nach 1945 geleistet hat. Arno Schmidt hatte für diesen Text zwei Sprecher vorgesehen: Sprecher A: ältlich; zum Dozieren geneigt und Sprecher B: jung, feurig, ungeduldig, Dazwischenredner. Diese Rollen wurden von Herrn Prof. Jan Philipp Reemtsma und Herrn Friedrich Forssman gut aus gefüllt. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch Prof. Martin Sturm, der die historische Witzmannorgel "ältlich und feurig" zum Erklingen brachte. Auf der Empore der Kirche wird an den Erbauer des Wielandgutes, Reichsgraf Heinrich von Bünau, mit einigen Exponaten erinnert. Diese Ausstellung kann auf Wunsch jederzeit besichtigt werden. Ihr Ansprechpartner ist Johannes Cämmerer (Tel.: 036462/30193), der auch durch die Ausstellung führt.

 

 Zuvor konnte Pfarrerin Christin Drexel das tun, was sie am liebsten tut, nämlich zwei Kinder taufen und in den Kreis der christlichen Kirche aufnehmen. Ihre Predigt über den Regenbogen wurde durch passende Luftballons aufgelockert. Der Regenbogenluftballon schwebt von nun an der Decke der Kirche, solange bis ihm die Luft ausgeht. 

(Johannes Cämmerer)


225 Jahre Nikolaus-Kirche Wersdorf

Am 20. Oktober feierten wir in Wersdorf. Die Sankt-Nikolaus-Kirche wurde vor 225 Jahren eingeweiht. Am 6. Oktober 1799 wurden bei Musik die heiligen Gefäße durch die Pfarrer der Umgebung hineingetragen. Pfarrer Labes aus Pfiffelbach hielt die Predigt und Generalsuperintendent Herder aus Weimar die Weiherede. Der Name St. Nikolaus ist älter. Er bezeichnete bereits die Kapelle des alten „Werstorf“, welches 1333 als den „Vicedom von Ecstete“ gehörig urkundlich erwähnt wurde. Der Namen Vicedom bedeutete Amtsverwalter (Vize) der Domherrn, in diesem Fall von Erfurt. Wersdorf lag an den Wegruten von Kloster Heusdorf über Zottestedt und von den Saaleburgen Camburg und Dornburg über das Städtchen Apolda und die Burg Niederroßla nach Buttelstedt und so zur einst bedeutenden Handelsstraße Via Regia. So wurde die Kapelle auf den Schutzpatron der Reisenden, dem Heiligen Nikolaus, geweiht. 

Zum Festgottesdienst in diesem Jahr hatten die Wersdorfer nun ihr Kirchlein bestens geschmückt und Innen vieles zu einer Ausstellung zusammengetragen. War man 1799 mit Musik in die Kirche eingezogen, so begrüßten jetzt die Apoldaer Bläser unter Leitung von Kreiskantor Mike Nych die eintretenden Besucher des Festgottesdienstes. Unsere Pfarrerin Drexel hielt die Predigt vor dem festlich geschmückten Altar. Sie erinnerte an Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten und Trauerfeiern der Wersdorfer. Gegen Ende der Predigt trat dann ein Ehrengast ein, der Bischof von Myra, der heilige Nikolaus. Nach dem Gottesdienst konnte jeder durch die Kirche gehen und Ausgestelltes betrachten: Fotos, Urkunden, Zeichnungen, Gesangbücher, ein Predigtbuch von 1806. Manches aus dem Archiv, das Meiste aus Familienbeständen. Im Gasthaus gegenüber gab es Kaffee und Kuchen und so manche Erinnerung wurde ausgetauscht. Dann konnten die Besucher nochmal in der Kirche Platz nehmen. Die Logenplätze gehörten nun den Kleinsten. Ein Stabpuppetheater war durch Henning Hacke aus Weimar aufgestellt worden. Begeistert verfolgten die Augen von Kindern und Erwachsenen das Märchen vom Rumpelstilzchen. Allen, die dieses gelungene Fest vorbereiteten, für Ausstellungsexponate von Haus zu Haus gingen, Kuchen gebacken haben, im Wirtshaus Küche und Ausschank betrieben oder als Akteure mitwirkten, sei hier Dank gesagt. 

(Uwe Sandberg)